Mein Name ist Marlies Haslinger und ich bin passionierte Kinderärztin im niedergelassenen Bereich. Im Rahmen dieses Podcasts behandle ich alle relevanten Themen der Kinder- und Jugendheilkunde. Kinderheilkunde bedeutet in vielen Bereichen Prävention und Vorsorgemedizin. Die Aufklärungsarbeit von Eltern und ihren Kindern liegt mir sehr am Herzen und ist unser Steckenpferd in der Kindermedizin. Es sind große Sorgen und Ängste, die man als Eltern durchlebt. Viele gesundheitliche Fragen beschäftigen Eltern im Alltag. Im Rahmen der Vorstellung beim Kinderarzt bleibt oft nicht so viel Zeit um alle Details zu besprechen. Nicht alle Fragen werden beantwortet. <br>Der Podcast bietet an, viele Fragestellungen einerseits schon im Vorfeld, andererseits im aktuellen Anlassfall in Ruhe nachzuhören. Im Internet gibt es zwar eine Unmenge an Information. Diese führt jedoch oft zu mehr Verunsicherung als zu hilfreicher Aufklärung. Dieser Podcast ist eine zuverlässige und kompetente Informationsquelle für Eltern und Interessierte. <br>Ich bin Kinderärztin aus Leidenschaft. Die Patienten und ihre Eltern liegen mir sehr am Herzen. Im Rahmen meiner Ausbildung am AKH Wien und im St. Anna Kinderspital habe ich viel Erfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde gesammelt. <br>Die ausführliche Aufklärung und Information an die Eltern und Patienten war mir immer sehr wichtig. <br>Die ausführliche Information und Aufklärung von Eltern und Patienten ist mir sehr wichtig. Aktuell merke ich in meiner Ordination, die ich glücklicherweise mit zwei Kolleg:innen führe, dass oft nicht ausreichend Zeit bleibt, um alle Sorgen im Detail zu besprechen. <br>Ich lebe mit meiner Familie am Waldrand und genieße mit meinen Kindern den Zugang zu Natur.
RSS iTunesDr. Marlies Haslinger praktiziert als Doctopus.
2023-03-03
Masern ist eine der ansteckendsten Krankheiten des Menschen überhaupt.
Die Erkrankung wird durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen.
Innerhalb von 7-21 Tagen nach bereits sehr kurzer Exposition kommt zu einer Infektion und löst bei fast allen ungeschützten Infizierten eine klinische Symptomatik aus.
Ansteckend ist man schon 4-5 Tage vor der Erkrankung.
Die Erkrankung beginnt mit einem sogenannten katarrhalischen Stadium, in dem Fieber, Konjunktivitis, Schnupfen, Husten auftreten. Zu Beginn ähneln die Symptome denen eines banalen Virusinfektes.
Krankheitstypisch für die Masern ist ein ebenfalls in dieser Phase auftretendes Enanthem an der Wangenschleimhaut, die sogenannten Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße Flecken). Der Masernausschlag kommt meist zwischen Tag 2 und 4 der Infektion.
Der Nestschutz ist bei Kindern von geimpften Müttern häufig drei bis vier Monate nach der Geburt nicht mehr nachweisbar.
Die Masernvirusinfektion bedingt eine transitorische Immunschwäche, die Monate bis möglicherweise Jahre andauern kann.
Besonders gefährlich sind die Folgen einer Maserninfektion nämlich eine postinfektiöse Enzephalitis, zu der es in etwa 1 von 1000 Fällen kommt und die seltene subakute Sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Dies stellt eine sehr seltene Spätkomplikation dar, die sich durchschnittlich 6-8 Jahre nach der Infektion manifestiert. Die Prognose dieser Folgeerkrankungen ist infaust.
Nach Angaben der WHO liegt in entwickelten Ländern die Letalität der Masernerkrankung zwischen 0,01% und 0,1%.
In Ländern mit verbreiteter Mangelernährung und hohen Inzidenzen weiterer Infektionen oder bei Personen mit Immundefizienz kann sie bedeutend höher sein.
Die wirksamste präventive Maßnahme zum Schutz vor einer Masernerkrankung ist die aktive Schutzimpfung gegen Masern.
Die Masernimpfstoffe sind Lebendimpfstoffe.
Die Impfstoffe werden als Kombinationsimpfstoffe zusammen mit abgeschwächten Mumps- und Röteln- sowie auch zusätzlich in Kombination mit abgeschwächten Varizellenviren angeboten (MMR- bzw. MMRV-Impfstoffe).
Masern-, Mumps- und Röteln (MMR)-Kombinationsimpfstoffe wurden seit ihrer Zulassung millionenfach verabreicht.
Häufig werden Lokalreaktionen an der Injektionsstelle wie Rötung, Schwellung und Schmerzen für 1-3 Tage beobachtet. Ferner können Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen, Mattigkeit und Fieber auftreten.
Etwa 5-15% der Geimpften zeigen mäßiges bis hohes Fieber zwischen dem 7. und 12. Tag nach Impfung, das 1-2 Tage anhält.
Die Folge findet in freundlicher Zusammenarbeit mit GSK statt.
vienom 2022